GESCHICHTE
Dieses Gebiet ist das heutige SUNJA.
Jahr 1334. – Im ersten schriftlichen Nachweis – Auflistung der Gemeinden des Bischoftums Zagreb, erstellt von Priester Ivan, wurde zum ersten mal die Kirchengemeinde des Ortes Greda genannt „ ECCLESIA SANCTI NICOLAI DE GREDA „, was somit bedeutet das diese Ortschaft schon früher bestanden hat.
Jahr 1556. – Nach Einzug der Türken, und dem Fall von Kostajnica, welches mit großen Verwüstungen einherging, wurden die Türken die absoluten Herrscher diese Gebietes.
In zahlreichen Kämpfen starben viele Leute. Ein Teil der Bevölkerung siedelte über ins ruhigere Burgenland nach Österreich. Der andere Teil geriet in Türkische Gefangenschaft.
Die Kirchengemeinde Greda wird aufgelöst und das gesamte Gebiet sowie die Resteinwohner der Gemeinde von Kostajnica angeschlossen.
Jahr 1683 – 1699. – Nach Beendigung des Krieges, hat die geschlagene Türkische Herrschaft die Friedensbedingungen akzeptiert. Diese in Srijemski Karlovci festgesetzten Regeln hatten zur Folge, dass zwischen der Türkischen und der Habsburger Monarchie, am Fluss Una, eine Grenze gesetzt wurde (im Jahr 1687 wurde das Gebiet bis zum Fluss Una befreit).
Auf diesem nun leeren und verwüsteten Land, durch die langen und schweren Kriege, beginnt nun die Bildung eines neunen Bevölkerungsgebietes.
Da nun seit 1526 der Ort Sunja und die ganze Umgebung, zum Eigentum der Familie Keglevic gehört, beginnen diese daraufhin ihre Knechtschaft von den oberen Sava – Ebenen (Lekenik, Pescenica), in dieses Gebiet umzusiedeln.
Dieses Eigentumsgebiet umfasste folgende Orte: Bistrac, Selisce, Letina (Untere und Obere), Gradusa, Zreme, Krivaj, Greda und Sunja.
Die Kroaten die aus Bosnien kommen – sogenannte Stokavci – besiedeln die Orte Bobovac, Staza, Hrastovac und Vedro Polje. Obgleich dieses Gebiet unter dem Einfluss vom Banus und dem Kroatischen Parlament steht, besiedeln einflussreiche Österreichische Generäle
die Gebirge von Zrin mit Vlahen aus den türkischen Randgebieten. Dieses sind jedoch die Vlahen, welche unter Türkischer Herrschaft viele Kroatische Städte und Dörfer geplündert und verbrannt haben. Dies alles bewirkte eine große ethnische Veränderung diese Gebietes.
Jahr
1716 – Neugründung der Kirchengemeinde – aber
dieses mal in Sunja. Während der Herrschaft der Zarin – Unserer Königin
Maria Teresia (1740 – 1780), bekommt Sunja den Status eines freien königlichen
Ortes. Nach Friedensanbruch entwickelt sich aus Sunja ein wichtiger Handelsort.
Jahr
1802/1803 – Die erste Erwähnung der Grundschule in
Sunja, welche – nach einer kurzen Schließung – ununterbrochen seit dem Jahr
1827 bis heute, fortwährend besteht.
Jahr 1822 – Der Beginn der Errichtung der heutigen Gemeindekirche in Sunja, wobei die alte Holzkirche in Greda, entlang des Baches Koravac, abgerissen wird.
Jahr
1825 – Die Einweihung der Neuen Kirche
Jahr 1881 – Die Einführung des Eisenbahnverkehrs, was einen positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung dieses nun schon kleinen Städtchens bewirkt. Vor allem die Administration und der Handel mit einem starken Handwerkszweig entwickelt sich daraus
Jahr 1895 – Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr „Sunja – Greda „ in Sunja.
Jahr 1907 – Die Gründung des Blasmusikvereins durch die Freiwillige Feuerwehr.
Jahr 1912 – Durch die Initiative des Lehrers Ivan Lackovic und mit Unterstützung der Händler und Handwerker wird die Handels- und Handwerkerschule gegründet.
Jahr 1927 – Die Gründung des ersten Fußballclubs SK „Sunjski“
Vor Ausbruch der großen Weltwirtschaftskrise von 1929 – 1933, welche in diesem Gebiet Spuren hinterlassen hat, besitzt Sunja:
Eine
vierjährige Grundschule, die Handels- und Handwerkerschule, eine Gemeindekirche
und Gemeindeverwaltung, das Bürgermeisteramt, ein Post-, Telefon- und
Telegrafenamt, einen Gemeinde- und Privatarzt, einen Veterinär, eine Apotheke,
das Finanzamt, ein Militärsamt, die Bahnverwaltung, eine Bücherei, den
Handwerkerverband, die Freiwillige Feuerwehr, die Folkloregruppe „Hrvatski
Sokol“, das „Rote Kreuz“, den
Blasmusikverein,
ein
Amateurdramentheater, einen Streichinstrumentenverein, ein Kino, mehrere Banken
und Sparkassen.
Durch die Unterstützung vieler Handwerker, welche im Verband Kroatischer Handwerker zusammengeschlossen waren, gibt es zusätzlich: eine dampfbetriebene Mühle, eine Lederei, ein Sägewerk, eine Produktionsstätte für Stöcke, ein Trockenhaus für Heilkräuter und mehrere Mühlen.
Die Weltwirtschaftskrise hat vor allem Vorteile gebracht für: das Königreich SHS, dann für das Königtum Jugoslawien und am Ende für die zweite sozialistische Republik Jugoslawien,
meistens regiert von der vlahnischen Bevölkerung. Dies hatte den Zusammenbruch von Sunja zur Folge. Viele Verbände werden aufgelöst und durch neue ersetzt, vor allem politischer Natur, mit dem Ziel – die Durchführung und Durchsetzung der Staatsparteilichen Politik.
Während des Bürgerkrieges ist es Sunja gelungen sich zu verteidigen, obgleich der Ort fast vollkommen zerstört wurde. Verteidigt haben sie vor allem die Bürger von Sunja, aber für die Freiheit dieses Ortes haben viele Kämpfer aus ganz Kroatien beigetragen.
Heute ist für die Einwohner von Sunja das wichtigste, dass es an die Bürger der Sava – Ebene zurückgegeben